Daten-Munition für Journalisten

Samstag, 2. Juni 2012 | Veranstaltung im Programm
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Der Beispiel-Datensatz über Sondermüll in Deutschland nach Bundesländer

Wie kann man einem drögen Datensatz über Sondermüll des Statistischen Bundesamtes Interessantes entlocken? Es braucht nur die richtigen Rechnungen und Filter.  In ihrem Workshop “Den Zahlensalat sortieren” zeigt Christina Elmer den Teilnehmern Excel-Basics.
Komplizierte Statistiken  müssen keine Kopfschmerzen bereiten, man muss nur die wirklich wichtigen Zahlen aus dem Wust der Tabellen  finden. Excel ist da ein nützliches Werkzeug, sagt Elmer vom stern-Team Investigative Recherche. Das zeigt sie den Teilnehmern  mit einem  kleinem Datensatz des Statistischen Bundesamts. Elmer: “Wenn man einen Datensatz hat, ist es sehr wichtig ihn zu filtern und zu sortieren.”

Die Tabelle über Sondermüll zeigt, wie viel gefährlicher Abfall in jedem Bundesland anfällt, wie viel in jedem Bundesland selbst entsorgt wird und wie viel jedes Land in anderen Regionen entsorgt.   Eine kurze Rechenoperation und ein Klick auf den Excel-Filter “Zahlen absteigend sortieren” macht´s möglich.  Ein weiterer Trick  wäre es zum Beispiel, den Müll nach der Größe der Bevölkerung aufzuschlüsseln.

Wer aus seiner Statistik diese Informationen ermittelt, erhält  oft gute Hintergrundinformationen. Danach kann man gezielt  Experten, Behörden und Betroffene  konfrontieren. “Daten alleine sind noch keine Geschichte”, sagt  Christina Elmer. “Aber gut gefiltert sind sie oft gute Munition in der Hand des Journalisten.”

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Über die Dokumentation

Die Dokumentation der Jahreskonferenz 2012 von netzwerk recherche erscheint in diesem Jahr in Form eines Blogs. Berichte, Fotos, Videos und Podcasts werden während der Konferenz zusammengetragen und eingestellt.

Erstellt wurde die Dokumentation von Studentinnen und Studenten der Deutschen Journalistenschule in München, Stipendiaten der JONA (Journalistische Nachwuchsförderung) der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Studienstipendienprogramm "Medienvielfalt, anders" der Heinrich Böll-Stiftung, Journalistik-Student/innen der Katholischen Universität Eichstätt, Volontärinnen und Volontäre aus Bremen – von den Bremer Tageszeitungen, dem Stader Tageblatt und Radio Bremen, Studenten des Studiengangs Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Hamburg.
Unterstützt wurde die Konferenzorganisation auch von Volontärinnen und Volontären des NDR und aus den WAZ-Redaktionen.